Kein Windfeld - Ladenthin!

Es war einmal... ein historisch geprägtes Dorf in Vorpommern, als ein Lobbyist eines Windkraftplanungsbüros in der Gemeindevertreter- Sitzung in Ladenthin erschien und offenbarte: Jetzt wird alles anders. In weiser Voraussicht hatten sich die Planer schon vor der Verabschiedung der neuen Richtlinien hier in Ladenthin eingefunden. Diese neuen Richtlinien wurden dann auch tatsächlich am 22.5.2012 veröffentlich. In der Praxis heißt das, dass Ausweisungsgebiete von Windindustrieanlagen nicht mehr 5 Kilometer Abstand voneinander besitzen, sondern nur noch 2,5 Kilometer und anstatt 70 Hektar nur noch 35 Hektar Mindestgröße für ein Windfeld nötig sind. Der Mindestabstand muss 1000 Meter vom Wohngebiet und 800 Meter von Splitter- oder Einzelbebauung betragen. Der Regionale Planungsverband Vorpommern hat am 8.1.14 die Ausweisungen bzw. Vorschläge zu den neuen Richtlinien beschlossen. Es kommen rund um den Hohenholzer Forst zu den bestehenden Windfelder in Nadrensee (Enertag) und Krackow (Prokon) noch drei neue Windenergieeignungsgebiete als Vorschläge dazu. Die Vorschläge basieren auf einer Zirkelplanung - 1 Kilometer vom Dorfrand entfernt und 2,5 Kilometer zueinander. Hier soll zukünftig eine Verdichtung von Windfeldern mit Windindustrieanlagen stattfinden. Die Bürger- bzw. die Öffentlichkeitsbeteiligung hierzu beginnt am 26.2.2014 und hat eine Frist von 3 Monaten. Es gibt im Kreis Vorpommern Greifswald 26 neue Vorschläge zur Ausweisung von Windeignungsgebieten - insgesamt 2400 Hektar. Nun haben wir 3 neue Ausweisungen rund um den Hohenholzer Forst dazubekommen: Ladenthin 77 Hektar, Nadrensee 219 Hektar, Grambow 111 Hektar (Schwennenz-Lebehn). Es werden nach Aussage des Verbandsvorsitzenden Dr. Arthur König voraussichtlich auch die letzten Ausweisungen von Windeignungsgebieten sein. Die einzige Frage die ein Verbandsmitglied in der öffentlichen Sitzung vom 8.1.2014, stellte war, ob das Ganze denn zukünftig einem schlüssigen Planungskonzept folgt und die Windräder zukünftig ans Stromnetz angeschlossen werden. Worauf er antwortete: es wird nicht geprüft, ob das taktisch vernünftig ist. Zum Trend der Bundesregierung die Energiewende nun in eine vernünftige Steuerung zurück zuführen, hält die Landesregierung von Mecklenburg Vorpommern am zügigen Ausbau der Windenergie im Nordosten fest - wofür denn eigentlich? Als Verdeutlichung Mecklenburg Vorpommern erzeugte im letzten Jahr zu 100% seinen verbrauchten Strom aus erneuerbaren Energien. Schleswig Holstein produziert 12 Gigawatt Windstrom im Jahr und hat insgesamt einen Stromverbrauch von 3 Gigawatt im Jahr. Und das Ganze bei fehlenden Stromtrassen von Nord nach Süd. 162 Milliarden KWh wurden 2013 durch Kohle erzeugt. 171 Milliarden KWh waren es 1990. Die größte Luftverschmutzung seit der Wiedervereinigung dank Erneuerbarer Energiengesetz. Es geht weiter: Am 10.Juni 2015 beschloss die Verbandsversammlung des Regionalen Planungsverbandes Vorpommern einstimmig 54 Vorschläge zur Ausweisung von WEA-Eignungsgebieten. (2000Ha) Die Öffentlichkeitsbeteiligung beginnt am 5.August und endet am 16.November 2015. Achtung: Der Namen der WINDINDUSTRIEANLAGENSTANDORTE wurden verändert Ladenthin 24 - jetzt Grambow 49 (was haben wir denn mit Grambow zu schaffen?) Jetzt müssen wir unsere Heimat vor Raubbau schützen!
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